THE WORLD IS A BOOK AND THOSE WHO DO NOT TRAVEL READ ONLY A PAGE.
Rund 3.5 Jahre waren wir unterwegs. Unser Abenteuer begann am 05.06.07 und brachte uns die folgenden 8 Monate quer durch Asien - von Japan bis nach Thailand. Danach blieben wir in Vietnam stecken und haben in Saigon für schweizer Unternehmen gearbeitet. Es war eine ganz spezielle und spannende Erfahrung mit positiven, auch negativen und ganz vielen lustigen Erlebnissen! Nach 2 Jahren in Vietnam beschlossen wir jedoch wieder in unsere schöne Heimat zurückzukehren: eine Heimreise mit ganz vielen Umwegen führte uns nach 11 Monaten zurück in die Schweiz!
"A journey of a thousand miles must begin with a single step." (Lao Tzu)
Nehmen wir's gleich vorweg: wir sind keinen spuckenden Lamas in Peru begegnet. Wir konnten die Tiere weder mit Kaugeräuschen, Grimassen, Streicheleinheiten, noch indem wir uns neben sie auf allen Vieren setzten, provozieren! Wir sind somit der Meinung, dass diese Behauptung nur ein Gerücht ist!
Den Machu Picchu durften wir ohne Wolken und Nebel besuchen. Wir gehörten auch zu den ersten 400 Personen, welche täglich den steilen Berg Wyna Picchu besteigen dürfen. Kein Wunder: wir standen auch bereits morgens um 5 Uhr Schlange! Die mysteriösen Landschaftslinien von Nazca konnten wir per kleinem Propellerflugzeug betrachten. Wir waren heilfroh, dass wir vor dem Flug noch nicht gefrühstückt haben! Ansonsten hätten wir unser Marmeladentoast noch einmal sehen dürfen... Die Wissenschaftler wissen bis heute nicht, aus welchem Grund die Linien und Zeichnungen (unter anderem Affe, Spinne, Wal, Astronaut, Kolibri, etc.) kreiert wurden. Ob es ein astronomischer Kalender darstellt? Startplätze für Fesseldrachen? Eine Fata Morgana, um Wasser herbeizuschaffen? Oder wurden die Wüstenzeichnungen gar von Ausserirdischen erschaffen (so wie es einst Erich Von Däniken im Mystery Park präsentierte)?
Im kleinen Dörfchen Arapa in Peru haben wir den schweizer Pfarrer Padre Marcos besucht. Seit 40 Jahren führt er hier eine Pfarrei und setzt sich gleichzeitig als "Entwicklungshelfer" ein. Wir sind mit wenigen Vorstellungen hierher gekommen. Als wir von seinen vielen Projekten hörten, waren wir enorm beeindruckt: Behindertenschule, Bio-Forellenzucht welche jetzt weltweit Auszeichnungen erhält, kostenloses Startkapital für die Alpaca-Bauern (nach 4 Jahren müssen sie die gleiche Anzahl Alpacas wieder zurückgeben, welche sie anfangs erhalten haben), Behinderteninstitution, IT-Weiterbildungsmöglichkeit im Technikum, ... Als wir dann eines Tages den vielen Abfall am Hang liegen sahen, brachte uns dies auf die Idee, wie wir ebenfalls einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz beizusteuern könnten: Wir malten einige Mahnbilder, welche am Strassenrand für ein sauberes Arapa-Dörfchen werben sollen. Unser kleines Projekt passt auch gleich zu seinem nächsten Vorhaben, wo Padre Marcos den See in ein Naturschutzgebiet erklären möchte.
Trotz peruanischen Verzögerungen bei unserem Projekt wurde es uns hier aber nicht langweilig. Unter anderem gab es ein kleines Geburtstagsfest. Es wurde schon tagsüber Essen für die Feier vorbereitet. Der Padre kam plötzlich zu uns, und fragte, ob wir die Meerschweinchen sehen möchten! Klar! Wir marschierten sofort los, um die Tierchen zu sehen. Leider waren sie jedoch bereits gerupft und ausgeblutet... ;)








Bolivien wollte uns zuerst nicht willkommen heissen: nach Busstreik, Immigrationsbüro-Ausfall, Motorenschaden und annulliertem Flug gelangten wir doch noch eine Woche verspätet in das Land der Lamas. Unser erster Abenteuer-Stopp war die Mienenstadt Potosi. Wir krochen und keuchten mit Vollausrüstung durch die Höhlengänge und konnten die Männer bei der anstrengenden Arbeit beobachten. Die Arbeiter hiessen uns jeweils sehr willkommen, denn wir brachten diverse Geschenke mit: Coca-Blätter zum kauen, Fanta und Coca Cola (obwohl sie meinten, dass sie Alkohol bevorzugt hätten) und Sprengstoff... Ja genau, wir sind mich Hochexplosivem durch die Gänge gestolpert.Die Salzwüste von Uyuni war sehr eindrücklich und die weite Landschaft lud zum spielen mit den Kamera-Perspektiven ein. Auf dieser Ebene liegt ein unglaublich reicher Naturschatz von Lithium (wird u.a. für Batterien verwendet). Die Salzmenge des Salar de Uyuni wird auf ungefähr 10 Milliarden Tonnen geschätzt und ist eines der grössten Lithium-Vorkommnisse der Welt. Evo Morales, der erste indigene und leider auch sehr konservative Präsident Boliviens, unterstützt rsp. gestattet jedoch keine Fortschritte des Abbaus und somit werden die Naturreichtümmer bis jetzt sehr kümmerlich gewonnen. Das Potenzial dieses armen Landes wäre jedoch enorm.
La Paz, mit 3660m ü.M. die höchstgelegene Hauptstadt der Welt, ging uns regelmässig die Puste aus. Im Hexenmarkt entdeckten wir ganz viele getrocknete Babylamas. Anscheinend sollen die Glück bringen, wenn man sie im Vorgarten vergräbt.