THE WORLD IS A BOOK AND THOSE WHO DO NOT TRAVEL READ ONLY A PAGE.

Rund 3.5 Jahre waren wir unterwegs. Unser Abenteuer begann am 05.06.07 und brachte uns die folgenden 8 Monate quer durch Asien - von Japan bis nach Thailand. Danach blieben wir in Vietnam stecken und haben in Saigon für schweizer Unternehmen gearbeitet. Es war eine ganz spezielle und spannende Erfahrung mit positiven, auch negativen und ganz vielen lustigen Erlebnissen! Nach 2 Jahren in Vietnam beschlossen wir jedoch wieder in unsere schöne Heimat zurückzukehren: eine Heimreise mit ganz vielen Umwegen führte uns nach 11 Monaten zurück in die Schweiz!

"A journey of a thousand miles must begin with a single step." (Lao Tzu)

August 16, 2010

Feejee

Als Captain James Cook das erste mal von "Fidschi" hörte, benutzten die Südpazifik-Insulaner den originalen Namen "Viti". Anscheinend hatte er Bohnen in den Ohren oder eine Ohrinfektion zu dieser Zeit, da er "Feejee" verstand und so auch in das Schiffsjournal eintrug.
Die Inselgruppe, bestehend aus knapp 320 Inseln, waren früher als die Kannibalen Inseln bekannt. Tatsächlich wurde der letzte Mensch 1867 verspeist. Der unglückliche Missionar war zu Besuch bei einem Clanchef und meinte, dass dieser einen Käfer in seinen Rastalocken hatte. Er riss den vermeintlichen
Käfer aus den Haaren. Leider stellte sich das Ding als Kamm heraus. Als Bestrafung für seine unrespektierliche Tat wurde er noch am gleichen Tag von den Dorfbewohnern gegessen.
Fidschi befand sich bis 1970 unter der englischen Krone. Während der Besetzung führten die Engländer indische Sklaven für die Feldarbeit der Zuckerrohrplantagen ein. Heutzutage sind ca. 30% der Bevölkerung Indo-Fijians. Deshalb gibt es
hier Hindutempel, indisches Essen, die Leute sprechen Hindi und sehen aus wie waschechte Inder.
Das Nationalgetränk heisst Kava und besteht aus zermalmten Kavawurzeln gemischt mit Wasser. Das bittere Getränk wird in einer speziellen Zeremonie eingenommen und wirkt sehr relaxend. Es wird sogar schreienden Babies zur Beruhigung verabreicht. Es funktioniert: unsere Zunge war bei einem starkangerührten Kava fast gelähmt!
Leider gibt es nirgends ein perfektes Paradies. Hungrige Bettkäfer saugten sich an uns satt: Andy hatte über 400 Stiche!

Kiwiland

Nicht nur die Kiwifrucht heisst in Neuseeland Kiwi, sondern auch die Einwohner nennen sich so wie auch das Nationalemblem, der Kiwivogel, trägt den stolzen Namen. Dieses Flugunfähige Tier wird jedoch selten gesichtet, da es einerseits nachtaktiv ist und andererseits vom aussterben bedroht ist.
In Neuseeland (6.5 mal grösser als die Schweiz) leben nur knapp 4.5 Millionen Einwohner. Es hat jedoch ca. 40 Millionen Schafe und über 70 Millionen Possums (
ähnlich wie Marder). Die niedlichen Possums werden hier regelrecht als Pest angesehen. Sie wurden Mitte 19. Jahrhundert wegen dem Fellgeschäft von den Australiern eingeführt und da in Neuseeland natürliche Feinde fehlen, pflanzen sie sich wie die Karnickel fort.
Die vielen Schafe fördern sogar die Erderw
ärmung durch ihre Flatulenz (vermehrtes Abgehen von im Darm entstehenden oder transportierten Gasen oder auch einfach nur furzen genannt). Die Regierung wollte sogar eine Furzsteuer für die Bauern einführen, welche jedoch nicht angenommen wurde!
Die Landschaft Neuseeland's ist wunderschön. Kein Wunder - es sieht aus wie die Schweiz. Vorallem die Südinsel mit Bergen, Seen, Schnee, ... Bei uns zu Hause fehlen lediglich Pinguine, Seelöwen & Co.