THE WORLD IS A BOOK AND THOSE WHO DO NOT TRAVEL READ ONLY A PAGE.

Rund 3.5 Jahre waren wir unterwegs. Unser Abenteuer begann am 05.06.07 und brachte uns die folgenden 8 Monate quer durch Asien - von Japan bis nach Thailand. Danach blieben wir in Vietnam stecken und haben in Saigon für schweizer Unternehmen gearbeitet. Es war eine ganz spezielle und spannende Erfahrung mit positiven, auch negativen und ganz vielen lustigen Erlebnissen! Nach 2 Jahren in Vietnam beschlossen wir jedoch wieder in unsere schöne Heimat zurückzukehren: eine Heimreise mit ganz vielen Umwegen führte uns nach 11 Monaten zurück in die Schweiz!

"A journey of a thousand miles must begin with a single step." (Lao Tzu)

Juli 19, 2010

Go thermo @ south-east coast

Die muschelähnliche Sydney Oper wurde von einem dänischen Architekten entworfen. Der Masterplan sah ein Budget von 7 Millionen Dollar und eine Bauzeit von 3 Jahren vor. Ein paar Jahre vor Fertigstellung kündete der Architekt wegen massivem Druck, da die Bauzeit schlussendlich 16 Jahre dauerte und Kosten von total 102 Millionen anfielen. Bis zu seinem Tod vor ca. 2 Jahren kehrte er nie mehr nach Sydney zurück, um sein Meisterwerk komplett zu sehen.
Die arktischen Winde bliesen uns an der Great Ocean Road um die Ohren, deshalb waren wir um unsere kurz vorher gekauften Thermalunterwäsche froh.
Im ausgeflippten Melbourne sahen wir uns auch einen Footy an - die australische Version vom Fussball-Rugby. Hier sind alle verrückt nach diesem Sport. Das Stadium war mit 81'386 Zuschauer fast ausverkauft und die Elstern haben gegen die Heiligen mit 100:52 gewonnen!

Jetzt geht's mit mehreren Zwiebelschichten ab nach Neuseeland, brr...

Juli 17, 2010

Ozzy Outback

Uluru (oder auch Ayers Rock genannt) ist der grösste freistehende Monolith und knapp 350m hoch. Man geht jedoch davon aus, dass sich der Fels noch einige Kilometer im Boden befindet.
Nebst diversen Wanderungen beim Uluru, Kings Canyon und den Olgas haben wir von unserem Guide ein paar interessante Hintergrundinformationen über die Aboriginals erfahren. Die traurige Geschichte wird anscheinend immer noch grösstenteils verdrängt und wird im Schulunterricht nur ganz kurz thematisiert: Im 19. Jahrhundert wurden die Aboriginals offiziell auf die Abschussliste gesetzt und grausame Massaker wurden vorgenommen. Zwischen 1870 und 1970 wollte man die sogenannte junge Generation zerstören und entwurzeln. Kinder durften von ihren Eltern entwendet werden und wurden in christliche Institute gesteckt. Die Aktionen hatten verheerende Folgen und stürzten die Urbevölkerung in die noch heute bestehenden Konflikte. Im Bundesstaat Victoria (Melbourne) zählte man 60'000-100'000 Aboriginals bevor die Europäer ankamen. Um 1840 sank die Population auf 15'000 und um 1860 überlebten nur knapp 2'000 Aboriginals!
Uns wurde gesagt, dass momentan der kälteste Winter im Outback herrscht! Auch ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass es hier im australischen Winter (Jun-Aug) regnet. Ausgerechnet wir durften dieses seltene Ereignis jedoch erleben. Lustigerweise gingen wir davon aus, dass unsere Schlafsackhüllen wasserdicht sind. Als wir jedoch völlig durchnässt morgens um 4h autwachten, wurden wir eines besseren belehrt!
Unsere Buschpizza wurde sogar mit Känguruhschwanz belegt. Das Häuten war aber eine äusserst harte Knochenarbeit.

Blowing bubbles

Das Great Barrier Reef ist mit fast 2000km das grösste Riff weltweit. Knapp 1/5 aller Riffe auf der Welt befinden sich in Australien und das meiste davon gehört zum Great Barrier Reef. Das zweitgrösste Riff umfasst im Vergleich nur knapp 900km und erstreckt sich von der mexikanischen Yucatan Halbinsel bis nach Honduras. Wie auch immer, es war für uns eher ein "Big Barrier Reef".
In Australien darf natürlich eine OZ-Gourmet-Platte nicht fehlen: Emuwurst, Barramundifisch, Känguruh, Krokodil.

Krokomania

Im Norden haben wir eine total neue Seite von Australien erlebt. Die noch so einladenden Strände oder Flüsse muss man oft wegen Krok-Alarm meiden, obwohl das kühle Nass wegen dem tropischen Klima sehr verlockend ist. Unser Aboriginal-Guide während der 3-Tages-Kakadu NP-Tour überraschte uns immer wieder mit Tieren, die er im Busch oder Palmenwipfel fand.



Juli 01, 2010

Wicked in West-Australia

Zusammen mit Borat entdeckten wir die australische Westküste von Perth bis nach Broome. Ganze 3900km zeigte unser Tachometer nach der Reise - oder anders ausgedrückt: 15x Luzern-Genf oder von Luzern via Moskau (nur 2830km) bis in den asiatischen Teil von Russland. Wir haben hier eine ganz neue Welt entdeckt.
Es fing schon im Flugzeug an, während wir mit der australischen National-Airline Qantas von Singapur nach Perth flogen. Anstatt mit einem steifen "Good evening" wurden wir mit "Hi folks, how are you doing" begrüsst. Und während bei allen anderen uns bekannten Airlines meist schlanke Stewardessen oder feine Stewarts bedienten, bestand das australische Flugpersonal fast ausgeschlossen aus männlichen Flight Attendants von regelrechter Rugby-Statur. Ihr könnt euch ja vorstellen, wie ulkig das aussieht, wenn das Personal die Rettungswesten demonstrieren muss oder mit weissen Schürzen das Essen verteilt.
Hüpfende Känguruhs neben den Strassen (leider oft auch tot daneben), Emus, Echidnas (eine australische Igelart), wilde Delfine füttern, Nationalparks mit eindrücklichen Felsschluchten und einladende Schwimmlöcher, über 5m-lange Krokis...
Wir haben auch gelernt, dass die Flucht vor einem Krokodil mit Zick-Zack-Strategie gar nicht funktioniert und nur ein Mythos ist. Die bis zu 17km/h schnellen (knapp 30km/h im Wasser) Biester holen einen zu schnell ein und fallen nicht auf solche Tricks rein.