In Phnom Penh haben wir mehr ueber die kambodschanische Geschichte erfahren: Zwischen 1975 und 1979 wurden fast zwei Millionen Menschen von Pol Pot und seinen Khmer Rouge in Todeslagern umgebracht oder kamen bei der Zwangsarbeit auf den Reisfeldern ums Leben (bei einer Gesamtbevölkerung von etwas mehr als 7 Millionen!). Uebrigens, die Khmer Rouge waren bis 1998 im dichten Dschungel aktiv. 1994 wurden sogar Touristen verschleppt und exekutiert.
Man sollte hier nicht einfach auf dem Feld hinter einen Baum pinkeln - es koennte mit einem bombastischen Stuhlgang auf einer Landmine enden! Im Land hat es nach wie vor um die vier bis sechs Millionen Landminen und es gibt monatlich 25 bis 35 Landminenopfer (vor zehn Jahren waren es noch 300 Opfer pro Monat).
Angkor Wat und seine riesige Tempelanlage haben wir in drei Tagen erkundschaftet. Es war eindruecklich, vor allem wenn man die Geschichte etwas genauer kennt. Als London gerade mal 50'000 Einwohner zaehlte, lebten hier ca. eine Million Leute. Uns bleibt es jedoch ein Raetsel, wie gewisse Leute eine ganze Woche hier verweilen koennen... Nun wissen wir auf jeden Fall was es heisst, 35km auf einem Ein-Gang-Velo abzustrampeln. Die naechsten beiden Tage leisteten wir uns den Luxus von einem Tuk Tuk. Auch die wilden Affen zeigten sich nicht gerade streichelbeduerftig. Die Bananen mussten wir regelrecht hinwerfen und mit dem Velo abduesen.
...and the BEAT goes on! Viele aus der Schweiz haben uns auf Dr. Beat Richner - Schweizer des Jahres 2002 - aufmerksam gemacht, welcher in Siem Reap ein Kinderspital fuehrt - in Phnom Penh sogar 3 (http://www.beatocello.com). Leider war er ausgerechnet waehrend unserem Aufenthalt in der Schweiz auf Sponsorensuche. So haben wir leider sein Cellokonzert verpasst, dafuer zeigten sie seinen neusten Film ueber sein Werk in Kambodscha. Die Behandlungen, Operationen und Medikamente sind fuer alle Kinder gratis. Auch wir haben etwas Lebenssaft gespendet und unser Blut abzapfen lassen.
