Seit bereits ueber einem Monat bereisen wir das abwechslungsreiche China.
Vieles ist anders hier! Selbst mit Zeichensprache konnten wir die Zahlen anfangs nicht deuten. So zeigen die Chinesen nicht sechs Finger fuer die Zahl 'Sechs', sondern machen das Surfer-Hang-Loose-Zeichen. Fuer die Zahl 'Neun' machen Sie die Faust und halten einen gekruemten Zeigefinger in die Hoehe.
Pampers werden hier fast keine benutzt. Die Babys und Kleinkinder tragen Hosen mit Schlitz und machen ihr Geschaeft an Ort und Stelle - egal ob im Zug, Bus oder auf der Strasse!
Mit dem Zugfahren koennen wir uns bis heute nicht anfreunden: Wahnsinns viele Menschen stehen vor den Ticketschaltern Schlange, man steht ohne Problem bis zu zwei Stunden an (vor allem wenn der Schalter ploetzlich vor einem schliesst) und bis zu zwei Stunden vor Abfahrt draengeln und stossen die Chinesen Richtung Eingang, obwohl jeder einen nummerierten Sitzplatz hat. Ein erstes und letztes mal haben wir einen Nachtzug mit 90-Grad-Winkel Hartsitz benutzt und ein Stehticket fuer drei Stunden war fuer uns das Maximum!
Verkehrssignale werden eher als Hinweisschild verstanden. Egal ob Rotlicht oder Einbahnstrasse, gefahren wird wie ein Henker.
Gespuckt wird selbst im Internetcafe, Zug oder Bus - einfach ueberall.
Arbeitsbeschaffung ist hier gross geschrieben: Waehrend in einer Apotheke ein Kaeufer ist, hat es ungefaehr 10 Angestellte.
China scheint noch immer ziemlich kommunistisch zu sein: Satellitenschuesseln sind verboten, Internetfilter sind ueberaus aktiv (viele Seiten sind blockiert, unter anderem Blogspot, BBC News, Informationen ueber die Studentendemonstration von 1989, Tibetinformationen, etc.).
Mandarin scheint eine ziemlich komplizierte Sprache zu sein: Es gibt ueber 56'000 verschiedene Zeichen. Ein gut ausgebildeter Chinese gebraucht zwischen 6000 bis 8000 Charakteren. Um eine chinesische Zeitung lesen zu koennen, muss man 'nur' 2000 bis 3000 Zeichen kennen.