THE WORLD IS A BOOK AND THOSE WHO DO NOT TRAVEL READ ONLY A PAGE.
Rund 3.5 Jahre waren wir unterwegs. Unser Abenteuer begann am 05.06.07 und brachte uns die folgenden 8 Monate quer durch Asien - von Japan bis nach Thailand. Danach blieben wir in Vietnam stecken und haben in Saigon für schweizer Unternehmen gearbeitet. Es war eine ganz spezielle und spannende Erfahrung mit positiven, auch negativen und ganz vielen lustigen Erlebnissen! Nach 2 Jahren in Vietnam beschlossen wir jedoch wieder in unsere schöne Heimat zurückzukehren: eine Heimreise mit ganz vielen Umwegen führte uns nach 11 Monaten zurück in die Schweiz!
"A journey of a thousand miles must begin with a single step." (Lao Tzu)
Das Paradies, der schoenste Ort der Welt, meine schoensten Ferien,... so was und aehnliches hoerten wir immer wieder ueber Laos. Und so haben auch wir das angebliche Paradies bereist: Die Einwohner sind sehr freundlich (man wird also nicht immer ueber's Ohr gehauen wie in Vietnam) und man kann viele abwechslungsreiche Sachen in Laos unternehmen. So beispielsweise traumhafte Wasserfaelle besichtigen, trekken und canopy im Dschungel, unzaehlige Tempel abklappern, Bergvoelklein besuchen, ausspannen, kayaking und tubing, Elefantenreiten, bedrohte Delfinart beobachten etc.
...und ploetzlich befanden wir uns in einem Minority Village (man konnte es auf jeden Fall meinen)! Vor unserer "Hotelanlage" (= einfache Bungalows) tumelten sich Huehner, Kuehe, Schweine, Hunde & Co. Abends mussten wir aufpassen, dass wir in der Dunkelheit nicht in die Kuhfladen treten und morgens wurden wir um 5 Uhr vom Hahn geweckt. Ja und sogar das Internet ist hier noch 6 Dollar die Stunde, da es halt nur einen einzigen Anbieter gibt.
Zudem haben wir einen Elefantenritt durch den Wald zu einem Wasserfall und einem (richtigen) Minority Village gemacht. Leider haben wir jedoch einen wahnsinns hungrigen Kerl erwischt, welcher andauernd saftigen Bambus schlemmern wollte. Die ganze Sache hat sich danach in fuerchterlich stinkenden, lauten und flatternden Fuerzen geaussert!
Die grossen Steinkruege sind uebrigens ein ziemliches Raetsel fuer die Archaeologen: man weiss nicht, von welcher Zeitperiode diese massiven Toepfe stammen und es gibt verschiedene Theorien und lokale Mythen, fuer was die Toepfe gut sind (ob als Grab, Urne oder einfach Behaelter). Hunderte von diesen Dingern sind in der Naehe von Phonsavan verstreut, teilweise wiegen die Toepfe bis zu einer Tonne. Auch der hiesige Markt in Phonsavan bereitete uns Alptraeume wegen den Horror-Film-verdaechtigen Fledermaeusen mit aufgeschlitzten Ruecken.
In der gemuetlichen Hauptstadt Vientiane mit nur 200'000 Einwohnern und keinen hektischen Strassen kann man regelrecht die Zeit vergessen.








Wir haben sage und schreibe mehr als 6 Wochen in Vietnam verbracht. Einiges Interessantes haben wir dabei erlebt und erfahren:
Erstaunlich ist: vor kurzem war Vietnam ein Reis-Importeur. Doch heutzutage gilt das Land als zweitgroesstes Reis-Exportland nach Thailand! Auch im Kaffee-Export hat Vietnam in den letzten Jahren maechtig zu gelegt und ist den Spitzenexporteuren dicht auf den Fersen.
Fernsehen in Vietnam kann enorm auf den Kecks gehen: die Filme werden jeweils von einer einzigen Frau ins Vietnamesische uebersetzt - egal ob Bruce Willis, Sharon Stone oder Kevin allein zu Hause - und das zudem noch in der monotonsten Tonlage!
Ab 15. September ist auf dem Highway Helmpflicht - ab dem 15. Dezember sogar landesweit. Nun gibt es kleine Baracken vor Polizeikontrollen, wo Helme gemietet werden koennen und nach der Polizeikontrolle werden die Helme wieder abgegeben. Uebrigens, die Helmpflicht ist bereits der dritte Versuch...
Wegen der grausamen Vergangenheit des Krieges gibt es sehr viele junge Leute, im Gegensatz zu der Anzahl von aelteren Personen. In Zahlen ausgedrueckt: 60% der Bevoelkerung ist unter 30 Jahren alt!
Asiatische Quizfrage: Wieso haben viele Asiaten (Koreaner, Chinesen, Vietnamesen...) vielfach einen langen Fingernagel - meistens am kleinen Finger?? Ne ne, nicht nur wegen dem Nasen- und Ohrengruebeln! Sondern lange Fingernaegel sind ein Symbol von 'Wohlstand' - sie muessen also nicht auf dem Feld arbeiten!!
Wir haben Vietnam trotz boomenden Tourismus noch sehr urspruenglich empfunden. Die Deckelhuete werden auf dem Land wie auch in den Staedten getragen, McDonalds hat das Patent fuer Vietnam noch nicht erhalten (KFC ist erst seit Kurzem im Markt), selbst ein Gesetz schreibt vor, dass Geschaeftsnamen gross auf Vietnamesisch stehen muessen und die englischen Bezeichnungen nur im Nachzug klein gedruckt werden duerfen (gilt fuer Hotels, Restaurants, etc.).














Die Vietnamesen verwenden die romanische Schrift, welche sie einem franzoesischen Missionar verdanken. Es gibt jedoch 6 verschiedene Tonlagen, welche derart schwierig sind sie zu treffen, dass wir selbst nach unzaehlig verschiedenen Singsang-Versuchen uns nicht verstaendigen koennen! - bis jetzt auf jeden Fall.
Das Christentum ist in Vietnam nach dem Buddhismus an zweiter Stelle! In den Central Highlands wimmelte es regelrecht von Kirchen und katholischen Friedhoefen. Trotzdem ist der Atheismus sehr stark verbreitet, so dass die '10 Gebote' nicht gross beachtet werden.
Vietnam ist geografisch so lang gezogen, dass es leider keine ideale Reisezeit fuer das ganze Land gibt. So hatten auch wir bis jetzt einige Ueberschwemmungen erlebt, mussten durch 30cm-Wasserpfuetzen waten und konnten unseren Regenschirm wieder einmal bestens benutzen.
Manchmal fuehlen wir uns wie ein 'walking ATM' (ATM = automated teller machine = Bankautomat) - jeder moechte Geld von uns. Die Einheimischen haben nicht nur Schlitzaugen, sondern auch Schlitzohren! (Tatsaechlich nennen sie sie jedoch Mandelaugen, aber das ist nun Nebensache...)
Hoi An ist das Shopping Paradies fuer massgeschneiderte Kleider. Auch wir haben uns hinreissen lassen und diverse Schnaeppchen anfertigen lassen.
Die Pilzfarm in Dalat war interessant: ganz anders als wenn wir in unseren schweizer Waeldern pilzeln gehen... Holzspaene in Plastiksaecke abfuellen, erhitzen, aufschlitzen, aufhaengen und warten bis die Pilze spriessen!
Unser Lieblingsessen hier zu Lande ist Nem: koestliche Fruehlingsrollen - frittiert oder sogar frisch! Momentan riechen wir jedoch nichts anderes als Fischsauce, welche in Mui Ne eine der Hauptverdienstquellen ist.








Lasst uns zuerst das neue Land einlaeuten:Bis jetzt erleben wir Vietnam total positiv (koennte aber auch daran liegen, dass wir vorher 2,5 Monate in China verbrachten):
Die eindrueckliche Halong Bay beherbergt fast 2'000 Karstberge, im Norden gibt es massenhaft Reisterassen, wo man wunderschoene Wanderungen unternehmen kann (obwohl einem die vielen Bergvoelklein wie Geier auflauern: "You want buy for me?"), die geschaeftigen Strassen von Hanoi sind ein ziemliches Abenteuer (es scheint, als wuerde jeder Vietnamese einen Scooter zum Geburtstag erhalten), die Einheimischen sind sehr freundlich, sogar das Baguette und La-vache-qui-rit ist hier erhaeltlich, da die Franzosen einst Indochina besetzten. In diesem Land koennen wir uns sogar als Multimillionaere bezeichnen (eine Flasche Wasser kostet aber auch um die 5'000 Dong).