THE WORLD IS A BOOK AND THOSE WHO DO NOT TRAVEL READ ONLY A PAGE.

Rund 3.5 Jahre waren wir unterwegs. Unser Abenteuer begann am 05.06.07 und brachte uns die folgenden 8 Monate quer durch Asien - von Japan bis nach Thailand. Danach blieben wir in Vietnam stecken und haben in Saigon für schweizer Unternehmen gearbeitet. Es war eine ganz spezielle und spannende Erfahrung mit positiven, auch negativen und ganz vielen lustigen Erlebnissen! Nach 2 Jahren in Vietnam beschlossen wir jedoch wieder in unsere schöne Heimat zurückzukehren: eine Heimreise mit ganz vielen Umwegen führte uns nach 11 Monaten zurück in die Schweiz!

"A journey of a thousand miles must begin with a single step." (Lao Tzu)

Dezember 23, 2010

Nach 1298 Tagen

Nach rund 60 Flügen, 32 Länder, 4 Kontinenten und endlosen Bus- und Zugfahrten sind wir nach 1298 Tagen wieder zurück in der schönen Schweiz.

Wir sind dankbar für eine Dusche, welche uns keinen elektrischen Schock verpasst, Fische welche uns auf dem Teller ohne Innereien und Kopf serviert werden, Schlafgelegenheiten ohne blutsaugenden Bettkäfer, trinkbares Hahnenwasser, dass unsere Haustiere nicht gegrillt und verspiesen werden, unser WC spülbar ist, der Temperaturpegel die Marke 45 Grad nicht übersteigt, keine Kakerlaken unter der Matratze krabbeln,
nicht 14 Stunden pro Tag bis 90 Jahren arbeiten müssen, wir normalerweise keine braunen Zähne, Maden, Ameisen und anderes Getier aus unserem Essen fischen müssen...

3.5 Jahren waren wir unterwegs und haben enorm viel erlebt. Es war eine sehr spannende Zeit mit vielen interessanten Menschen, Kulturen und Destinationen - EINE UNVERGESSLICHE ZEIT!

Dezember 22, 2010

Bahamamama

Der kurze Abstecher mit der Carnival Cruise hat uns von Miami bis in die Bahamas gebracht. Von den total ca. 700 Inseln haben wir aber nur eine der Hauptinseln besucht. Die Hauptstadt Nassau ist ein hübsches Städtchen mit karibischem Flair, pastellfarbenen Holzhäuser und die Insel ist von strahlend, türkisblauem Wasser umgeben. Der Hauptgrund für einen Besuch hier ist aber für die meisten Touristen die Taxfreie Zone und somit ein Shoppingparadies. Kein Wunder reihen sich im Zentrum Juwelierladen, an Schnapsladen, an Rumkuchenladen, ...
Nebst dem Festland blieb aber auch genug Zeit um das Riesenangebot auf dem gigantischen, schwimmenden Hotel zu entdecken. Die Kapazität an Passagieren umfasste mehr als 2000 Personen, hinzu kommen 920 Crewmitglieder! Im Vergleich zum momentan grössten, existierenden Kreuzfahrtschiff ist dies jedoch nichts dagegen, wo sage und schreibe ca. 6000 Urlauber und mehr als 2000 Besatzungsmitglieder Platz haben.

Florida Touchdown

Während unserem Florida-Aufenthalt haben wir eine spannende und würzige Prise von Amerika erlebt - dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten:
...in propellergetriebenen Luftboot über die Everglade Sümpfe dahinflitzen und Alligatorenlektionen zu hören.
...sehen und gesehen werden am hip Miami Beach.
...mit einem waschechten Astronauten hinter die NASA-Weltallkulisse schauen.
...Eishockey unter Palmen mitverfolgen.
...die verrückte Welt der Footballfanatiker kennenlernen. Hier wird vorallem vor dem Stadion gefeiert, gegrillt, getanzt, das Spiel über den angekabelten Fernseher im Kofferraum angeschaut und die Kinder spielen unterdessen neben den geparkten Autos Football.

Dezember 06, 2010

Die Mitte der Welt

Nicht umsonst gab man Ecuador seinen Namen. Schliesslich liegt Ecuador auf dem Äquator! Die Franzosen errichteten 1736 ein Monument auf dem vermeintlichen Nullmeridian. Als man per GPS jedoch die exakten Positionsbestimmungen empfangen konnte, stellte sich heraus, dass das Monument um 240 Meter daneben liegt. Deshalb wurde ein zweites Museum errichtet, welches auf dem Äquator liegen soll. Hier werden diverse Experimente demonstriert, welche den Einfluss der Erdmitte und somit geringeren Anziehungskraft aufzeigen.
Ein anderes Naturphänomen erlebten wir hautnah in Baños. Der Hausvulkan Tungurahua war sehr aktiv: Rauch entstieg dem Vulkan ohne Unterbruch, abends bei klarem Himmel sah man sogar die speiende Lava, die Vulkanasche reichte sogar bis ins Dörfchen, welche alles grau bedeckte und wenn man nahe genug ist, h
ört man bedrohliches Donnern und Grollen. (Baños liegt glücklicherweise nicht in der Gefahrenzone)
Auf den Galapagos-Inseln fühlten wir uns wie in einem Streichelzoo (einfach mit Streichelverbot): beim Bootanlegen mussten wir unseren Weg durch die Seelöwen bahnen und während dem Schnorcheln wirbelten sie wie elegante Ballerinas um uns, die unzähligen Iguanas sonnten sich ungestört teilweise inmitten der Inselpfade und die Vögel konnte man fast von Hand greifen.
Bekannt sind die Inseln auch wegen den Riesenschildkröten. Insgesamt gibt es 11 verschiedene Arten. Von einer Spezies gibt es jedoch nur noch ein einziger Überlebender. Dieses "Exemplar" heisst Lonesome George (einsamer George). Die Wissenschaftler versuchen ihn mit anderen Arten und diversen Methoden zu kreuzen - bisher jedoch ohne Erfolg. Armer George!

November 23, 2010

Das Gerücht der spuckenden Lamas im Inkaland

Nehmen wir's gleich vorweg: wir sind keinen spuckenden Lamas in Peru begegnet. Wir konnten die Tiere weder mit Kaugeräuschen, Grimassen, Streicheleinheiten, noch indem wir uns neben sie auf allen Vieren setzten, provozieren! Wir sind somit der Meinung, dass diese Behauptung nur ein Gerücht ist!
Den Machu Picchu durften wir ohne Wolken und Nebel besuchen. Wir gehörten auch zu den ersten 400 Personen, welche täglich den steilen Berg Wyna Picchu besteigen dürfen. Kein Wunder: wir standen auch bereits morgens um 5 Uhr Schlange!
Die mysteriösen Landschaftslinien von Nazca konnten wir per kleinem Propellerflugzeug betrachten. Wir waren heilfroh, dass wir vor dem Flug noch nicht gefrühstückt haben! Ansonsten hätten wir unser Marmeladentoast noch einmal sehen dürfen... Die Wissenschaftler wissen bis heute nicht, aus welchem Grund die Linien und Zeichnungen (unter anderem Affe, Spinne, Wal, Astronaut, Kolibri, etc.) kreiert wurden. Ob es ein astronomischer Kalender darstellt? Startplätze für Fesseldrachen? Eine Fata Morgana, um Wasser herbeizuschaffen? Oder wurden die Wüstenzeichnungen gar von Ausserirdischen erschaffen (so wie es einst Erich Von Däniken im Mystery Park präsentierte)?

November 22, 2010

Eine saubere Pachamama für Arapa!

Im kleinen Dörfchen Arapa in Peru haben wir den schweizer Pfarrer Padre Marcos besucht. Seit 40 Jahren führt er hier eine Pfarrei und setzt sich gleichzeitig als "Entwicklungshelfer" ein. Wir sind mit wenigen Vorstellungen hierher gekommen. Als wir von seinen vielen Projekten hörten, waren wir enorm beeindruckt: Behindertenschule, Bio-Forellenzucht welche jetzt weltweit Auszeichnungen erhält, kostenloses Startkapital für die Alpaca-Bauern (nach 4 Jahren müssen sie die gleiche Anzahl Alpacas wieder zurückgeben, welche sie anfangs erhalten haben), Behinderteninstitution, IT-Weiterbildungsmöglichkeit im Technikum, ... Als wir dann eines Tages den vielen Abfall am Hang liegen sahen, brachte uns dies auf die Idee, wie wir ebenfalls einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz beizusteuern könnten: Wir malten einige Mahnbilder, welche am Strassenrand für ein sauberes Arapa-Dörfchen werben sollen. Unser kleines Projekt passt auch gleich zu seinem nächsten Vorhaben, wo Padre Marcos den See in ein Naturschutzgebiet erklären möchte.
Trotz peruanischen Verzögerungen bei unserem Projekt wurde es uns hier aber nicht langweilig. Unter anderem gab es ein kleines Geburtstagsfest. Es wurde schon tagsüber Essen für die Feier vorbereitet. Der Padre kam plötzlich zu uns, und fragte, ob wir die Meerschweinchen sehen möchten! Klar! Wir marschierten sofort los, um die Tierchen zu sehen. Leider waren sie jedoch bereits gerupft und ausgeblutet... ;)

November 06, 2010

Höhenkoller auf dem Altiplano

Bolivien wollte uns zuerst nicht willkommen heissen: nach Busstreik, Immigrationsbüro-Ausfall, Motorenschaden und annulliertem Flug gelangten wir doch noch eine Woche verspätet in das Land der Lamas. Unser erster Abenteuer-Stopp war die Mienenstadt Potosi. Wir krochen und keuchten mit Vollausrüstung durch die Höhlengänge und konnten die Männer bei der anstrengenden Arbeit beobachten. Die Arbeiter hiessen uns jeweils sehr willkommen, denn wir brachten diverse Geschenke mit: Coca-Blätter zum kauen, Fanta und Coca Cola (obwohl sie meinten, dass sie Alkohol bevorzugt hätten) und Sprengstoff... Ja genau, wir sind mich Hochexplosivem durch die Gänge gestolpert.
Die Salzwüste von Uyuni war sehr eindrücklich und die weite Landschaft lud zum spielen mit den Kamera-Perspektiven ein. Auf dieser Ebene liegt ein unglaublich reicher Naturschatz von Lithium (wird u.a. für Batterien verwendet). Die Salzmenge des Salar de Uyuni wird auf ungefähr 10 Milliarden Tonnen geschätzt und ist eines der grössten Lithium-Vorkommnisse der Welt. Evo Morales, der erste indigene und leider auch sehr konservative Präsident Boliviens, unterstützt rsp. gestattet jedoch keine Fortschritte des Abbaus und somit werden die Naturreichtümmer bis jetzt sehr kümmerlich gewonnen. Das Potenzial dieses armen Landes wäre jedoch enorm.
La Paz, mit 3660m ü.M. die höchstgelegene Hauptstadt der Welt, ging uns regelmässig die Puste aus. Im Hexenmarkt entdeckten wir ganz viele getrocknete Babylamas. Anscheinend sollen die Glück bringen, wenn man sie im Vorgarten vergräbt.